Franz Liszt Autograph Franz Liszt Classical Music, Composers, Featured Items, Music, Piano, Piano players
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Exceptional autograph letter signed, four pages - on two conjoined sheets (bothsides), 5,25 x 8,25 inch, Rome, 19.11.1862, in German, heartfelt response to his uncle Eduard Liszt* - Liszt assures his uncle of the closeness and importance of their relationship, and writes about his work, written and signed in black ink "F. Liszt", with two horizontal letter folds, and mild signs of age wear - in fine to very fine condition. Provenance: Sotheby`s, 27 & 28 November 1986, lot 566. Accompanied by photographs of Liszt.In parts:"19/11/62 Nr. 18.Liebster Eduard, Die Empfindung unserer doppelten Verwandtschaft ist für mich eine stets erhebende und tröstliche. Wahrlich. Du bleibst mit mir, so wie ich mit Dir ? cum sanguine, corde et mente.Hab` Dank für deine herzlichen Zeilen, und entschuldige, daß ich Dir nicht längst geschrieben. Ich könnte Dir zwar dieses oder jenes, mehr oder weniger interessantes mittheilen; doch schien mir alles lästig und ungenügend Dir gegenüber. Mehr als je bedürfte ich zuerst einer gewissen Zeit um mich zu fassen, zu sammeln und gehörig aufzurichten. Das erste Jahr meines hiesigen Aufenthalts hat mir dazu verholfen. Hoffentlich würdest Du nicht unzufrieden sein mit der Seelenstimmung die mir mein 50 tes Lebensjahr gebracht. Wenigstens fühlte ich Sie im reinsten Einklang mit den [illegible] höheren Ahnungen der Kinderzeit - wo da der Himmel so nahe für jeden, vor der Seele liegt und leuchtet ! Auch würde ich sagen, daß wir durch ein festeres, klareres Bewußtstein mehr Frieden gewinnen. Blandine hat ihre Stätte in meinem Herzen neben Daniel. Beide verweilen mir als [.] Wenn einst der Tod an mich herannaht, soll er mich nicht unvorbereitet oder [illegible] treffen. Unser glaube hofft und harrt nach der Erlösung, welcher er uns zuführt. So lange aber wir auf Erde sind, müssen wir unserer Tage Werk verrichten. Das meine soll nicht brach liegen. So wenig man auch davon halten mag, ist es für mich unerlässlich. [.] für meine lieben Lebenden Flammen anzünden, und meine lieben Todten in `geistes-körperlichen Urnen aufbewahren. Dahin stellt und leitet sich die Kunst-Aufgabe für mich. Du weißt, daß ich die Legende der heiligen Elisabeth [illegible] (200 Seten Umfang - 2 1/2 Stunden Dauer der Aufführung). Dabei sind auch einige andere Kompositionen herangewachsen, z.B.: Des Sonnen Cantiens (`Cantico del Sole`), des heiligen Franziscus) eine instrumental `evostio in der Siptinischen Kapelle, - 2 Psalmen - etc -. Mögest Du uns darin im Geist und Gemüth wiederfinden.Nun stelle ich mir die große Aufgabe des Christus Oratoriums. Bis zum 22. October 63 gedenke ich Sie, nach Schwäche und Kraft, gehört zu haben. Wie Du siehst, liebster Eduard, ist es nun nicht aus dem Kopf zu bringen, Notenköpfe zu schreiben. [.] habe ich kürzlich, durch Baron Pronay im Rahmen des Conservatoriums Vorstand, eine Einladung erhalten, mein Domizil in Pest aufzuschlagenen, und dort die ungarische Musik zu fördern. Wahrscheinlich erfährst Du von meiner entschuldigenden Antwort.Unter uns, offen und deutlich gesagt, frönt es mir nicht [.] Möglicherweise trifft sich späterhin eine [illegible] Gelegenheit etwas für Ungarn zu componieren. [.] Hierzu würde ich gerne mein Bestes leisten, und nur in solcher Weise halte ich es für angemessen, nach Ungarn zurückzukehren. Einstweilen verbleibt ruhig in Rom, seiner Pflicht als Christ und Künstler redlich nachlebend. Dein Dir von Herzen treu ergebener - F. LisztRome 19 Nov: (Tag der heiligen Elisabeth)" Translated:"19/11/62 No. 18.Dearest Eduard, The feeling of our twofold kinship is always uplifting and comforting for me. Truly. You will remain with me, as I will with you - with blood, heart and mind.Thank you for your heartfelt lines, and I apologize for not writing to you sooner. I could indeed share this or that, more or less interesting, with you; but it all seemed burdensome and inadequate to me. More than ever, I needed a certain amount of time to gather myself
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