[Signed] Losbruch. Originalradierung aus dem Zyklus Bauernkrieg von 1902/03. Blatt 5 aus dem Zyklus 'Bauernkrieg'. Radierung auf Kupferdruckkarton.

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Strichätzung, Kaltnadel, Reservage und Vernis mou mit Durchdruck von zwei Stoffen auf schwachen Maschinenbütten, Entstehung der Druckplatte 1902/03, unter der Darstellung rechts in Blei signiert ""Käthe Kollwitz"", im Druck signiert und datiert ""Kollwitz 1902"", bezeichnet ""Druck von O. Felsing, Berlin"", und Jahreszahl ""1921"", da Abzug aus dem Jahr 1921, an der unteren linken Blattkante von fremder Hand in Blei bezeichnet "".66 Losbruch (Blatt V aus Bauernkrieg)"", gleichmäßig leicht gegilbt, im Randbereich teils hinterlegte Einrisse, jedoch nicht die Darstellungen betreffend, vorwiegend im Randbereich knitterspurig und etwas die Darstellung betreffend, Darstellungsmaße ca. 49 x 57,5 cm, Blattmaße ca. 56 x 75 cm. Knesebeck I, 70 IX und Klipstein 66, IX; Der Sturm bricht los, die Empörung der Bauern verschafft sich Luft. Damals las ich den Zimmermannschen Bauernkrieg, und da wurde von der Schwarzen Anna erzählt, einer Bäuerin, die die Bauern angetrieben hat. Ich machte nun das große Blatt mit dem losbrechenden Bauernhaufen." Käthe Kollwitz, Tagebuchblätter und Briefe, 1948 Käthe Kollwitz Äußerung bezieht sich auf die Schwarze Hofmännin , eine der wenigen historisch belegten Frauengestalten des Bauernkrieges, welche die Bauern vor der Erstürmung von Weinsberg segnete und anfeuerte. Indem die Schwarze Hofmännin auf dem "Losbruch" in Rückenansicht darstellt ist, bietet sie dem Betrachter eine Identifikationsmöglichkeit. Die früheste bekannte Kompositionsstudie zeigt, dass die Künstlerin unter Einfluss ihres Pariser Aufenthaltes ursprünglich auch dieses Blatt als farbige Lithographie geplant hat. Käthe Kollwitz selbst bezeichnet das Blatt "Losbruch" in einem Brief von März 1903 als ihre "beste Arbeit" bis zu dieser Zeit. Ende 1902 stellt sie die Radierung, die erste fertige Arbeit des Bauernkrieges, bei der Berliner Secession aus."" geborene Käthe Schmidt, bedeutende dt. Graphikerin, Malerin und Bildhauerin (1867 Königsberg/Preußen bis 1945 Moritzburg bei Dresden), ab 1881 Schülerin des Kupferstechers Rudolf Mauer und Kunstunterricht bei dem Maler Gustav Naujok, 1885/86 Schülerin der Damenakademie des Vereins der Berliner Künstlerinnen bei Karl Stauffer-Bern in Berlin, hier Bekanntschaft mit Gerhart Hauptmann und Arno Holz, 1886 Rückkehr nach Königsberg und Studium an der Akademie Königsberg bei Emil Neide, 1888 89 Schülerin von Ludwig Herterich in München, 1890 91 autodidaktische Weiterbildung in Radiertechnik in Königsberg, 1891 1943 in Berlin tätig, 1894 98 Zyklus ""Ein Weberaufstand"", 1898 1902/03 Lehrerin an der Damenakademie des Vereins der Berliner Künstlerinnen, 1902 08 Zyklus ""Bauernkrieg"", 1907 Villa-Romana-Preis und einjähriger Italienaufenthalt, beschickte ab 1893 Ausstellungen u. a. in der ""Freien Kunstausstellung"" in der Hohenzollerngalerie, die Große Berliner Kunstausstellung und die Ausstellungen der Freien Secession Berlin, Mitglied der Berliner Secession, des Vereins der Künstlerinnen zu Berlin und des Deutschen Künstlerbundes, tätig für die Internationale Arbeiterhilfe, 1919 Aufnahme als erste Frau in die Preußischen Akademie der Künste und zum Professor ernannt, 1920 24 Zyklus ""Krieg"" und 1925 ""Proletariat"", 1928 33 Leiterin einer Meisterklasse für Grafik an der Berliner Akademie, 1929 Aufnahme in den preußischen Orden Pour le Mérite für Wissenschaft und Künste, 1933 Ausschluss aus der Preußischen Akademie und Entlassung als Prof., ab 1936 Entfernung von Kunstwerken aus Ausstellungen und Behinderung der künstlerischen Arbeit, während des 2. Weltkriegs zeitweise wohnhaft in Schloss Bischofstein in Lengenfeld unterm Stein, 1943 kriegsbedingte Übersiedlung nach Nordhausen, 1943 Zerstörung ihres Berliner Ateliers durch Bomben, 1944 Übersiedlung auf Einladung von Prinz Ernst Heinrich von Sachsen in den Rüdenhof von Schloss Moritzburg bei Dresden, Quelle: Thieme-Becker, Dressler, Vollmer und Internet. Käthe Kollwitz, ""Losbruch"" Group of peas
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